Shirataki Nudeln - Zubereitungstipps

Ich bekomme derzeit etliche E-Mails und Nachrichten und werde gefragt, wie ich die Shirataki Nudeln zubereite. Darauf möchte ich heute etwas ausführlicher eingehen.

Was sind Shirataki Nudeln überhaupt?

Shirataki (auch bekannt als "Wundernudel", Angel Hair Noodles, Konjak Nudel) ist eine populäre Zutat der asiatischen Küche. Die Shiratakis bestehen weitgehend aus Wasser (97%) und dem ballaststoffreichen Mehl der Konjakwurzel. Traditionelle Konjaknudeln enthalten keine rasch verwertbaren Kohlenhydrate und sind glutenfrei, wodurch sie sich für eine kohlenhydratarme Ernährung besonders eignen. Es gibt sie als Nudeln, Spaghetti, Fettucine und sogar geformt als Reis von vielen unterschiedlichen Herstellern. Ein weiterer, positiver Nebeneffekt: Die Nudeln sättigen unheimlich gut und lange. Meine Lieblings-Shiratakis sind die Fettucine.

  • Shirataki Fettucine

    Mit Bolognese

Wie bereitet man die Shirataki Nudeln zu?

Da die Zubereitung doch einige Fehlerquellen birgt, und ich in den vergangenen Wochen im Facebook Forum immer wieder von gänzlich missglückten Varianten gelesen habe, habe ich mich diese Woche auf den Weg gemacht, um mir Ratschläge und Tipps zu holen - und natürlich habe ich gleich mehrere Packungen unterschiedlicher Hersteller gekauft und getestet.

Ein erster Tipp vorweg: Wenn du Shirataki Nudeln genießen möchtest, habe keine zu hohen "Pasta" Erwartungen, sie schmecken nicht wie "echte Pasta".

Ich war also diese Woche in einem großen Asia-Shop in Böblingen, habe nach den Shirataki gefragt, glücklicherweise musste ich noch nicht einmal ein Bild zeigen, die freundliche Verkäuferin sprach hervorragendes Deutsch und wußte sofort, nach was ich suche. Sie führte mich in den "Shirataki - Himmel": Ein mindestens fünf Meter  langes Regal, gefühlt nur mit unterschiedlichsten Formen vieler verschiedener Hersteller dieser asiatischen Nudel. Und dann erhielt ich erst mal ein wenig Warenkunde. Sie berichtete mir freudestrahlend von den Vorteilen dieser "Wunder-Nudel", dass in letzter Zeit immer mehr Leute kommen und danach fragen und sie deshalb auch so viele unterschiedliche Varianten auf Lager hat. (Das ist der Grund, warum ich viel lieber einkaufen gehe, als Internet-Shopping betreibe. Im übrigen sind sie im Asia Shop deutlich günstiger!)

Ich hab mir also nebenher den Einkaufswagen gefühlt und habe dann die Verkäuferin nach ihrem Zubereitungstipp No.1 gefragt. In Windeseile rief sie zwei Kolleginnen herbei und es ergab sich ein wunderbares Gespräch mit vielen Tipps zur Zubereitung der Konjaknudel. Ich verließ glücklich das Geschäft und mir winkten drei kleine Asiatinnen hinterher und wünschten viel Glück beim Kochen.

Zuhause angekommen, bereitete ich auf zwei unterschiedliche Weisen Shirataki Nudeln zu. Und ich kann euch auf jeden Fall eines bestätigen: Die Zubereitungsangaben auf den Verpackungen sind leider nicht die optimalsten.

Wenn du die Packung Shirataki das erste Mal öffnest, wird dir der Geruch eines einfahrenden Fischerbootes in einen Hafen in die Nase steigen. Möglicherweise auch der einer Fischhalle. Keine Angst, der Duft kommt von dem natürlichen, alkalischen Wasser, in dem die Nudeln aufbewahrt werden. Dieses "Wasser" hält die Nudeln ohne Konservierungsstoffe frisch und essfertig, ohne sie kühlen zu müssen.

Tip No. 1:
Ich habe 1-2 Tropfen Essig dem Waschwasser beigefügt. Die natürliche Säure im Essig neutralisiert sofort das alkalische Wasser und seinen Duft. Et Voilà! Der Fischgeruch ist verschwunden.


Tip No. 2:
Nachdem ich die Nudeln habe abtropfen lassen, gebe ich sie für 2-3 Minuten in kochendes Wasser! Anschließend trocknete ich sie mit einem Küchentuch. Jetzt folgt der wichtigste Schritt: Ich gebe die Shiratakis in eine antihaftbeschichtete Pfanne und rühre sie mit einer Pastazange bei mittlere Hitze bis zu 10 Minuten trocken. Es wird ziemlich dampfen, aber so verschwindet die gummiartige Textur.

Tip No. 3:
Solltest du nach dieser "Pfannentrocknen"-Methode feststellen, dass sie dir immer noch zu gummiartig sind, leg sie künftig über Nacht in Milch ein.

Nachdem die Shirataki Nudeln getrocknet sind, kannst du mit der Zubereitung deines Gerichtes beginnen. Die Shirataki kann (und sollte meiner Ansicht nach) sofort mit "gekocht" werden, um die längst mögliche Zeit mit Fleisch, Gemüse, Soßen etc. in Verbindung zu sein, um den Geschmack der anderen Zutaten anzunehmen. Keine Bange, Shiratakis können nicht verkocht oder matschig werden.


Zusammenfassung:

1. Packung öffnen und alkalisches Wasser abgießen - Nudeln in ein Haarsieb geben - Nase am Besten weit weg halten ;)
2. Mit 1-2 Tropfen Essig unter fließendem Wasser abwaschen
3. Für 2-3 Minuten in kochendes Wasser geben
4. Trocknen! Zuerst mit einem Küchentuch und dann in einer antihaftbeschichteten Pfanne für ca. 10 Minuten
5. Mit der Zubereitung des Gerichtes beginnen - Nudeln sofort mit "kochen". Wenn du bspw. ein asiatisches Curry zubereitest, kannst du die Nudeln gleich in der Pfanne lassen und nun Gewürze bzw. Currypaste anbraten und dann je nach Rezept weiterverfahren.

"Falschen" Milchreis habe ich auch bereits getestet - sobald das Rezept ausgefeilt ist, melde ich mich wieder ;)


Schönen Sonntag miteinander

P.S. SooorrryyyTschuldigung für schlechtes Bild, in der Küche liegt halt nicht immer die Spiegelreflex bereit :-/ ... und manchmal muss es schnell gehen.


1 Kommentare:

  1. Danke Nadine,ich seh schon ich muss mir einen Ordner anlegen.
    Deinen Rezepte und Tipps goldwert.
    Wolltest du mir nicht eine E Mail schicken?

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für deinen lieben Kommentar :-) Ich freue mich immer über euer Feedback und wenn es die Zeit zulässt dann antworte ich auch zeitnah.

 

Hier kaufe ich ein

Casa di Falcone
Verpackungsmaterial und personalisierte Stempel

Meine Inspiration

Made by Tanja

Meine kreative Welt

Papierbezirk

und natürlich der Blog meiner Sahneschnitte
Abenteuer, Reisen, Fotographie

Über mich

Mein Name ist Nadine. Ich bin Mama von zwei Teenagern (19 und 14 Jahre alt), Ehefrau eines unter der Woche geschäftsreisenden, liebevollen Lieblings-menschen und arbeite nebenbei halbtags. Wenn es die Zeit oder die verstrohwitwenden Abende zulassen, gestalte ich schöne Dinge aus Papier, aus Stoff oder aus der Küche und stelle sie in meinem Blöggchen vor.

 

Hab Spaß beim Stöbern!